• Der 175-Milliarden-Dollar-Bumerang

    Der Oberste Gerichtshof hat die Trump'schen Zölle in den USA für unrechtmäßig erklärt. Doch während wir uns vor Schadenfreude die Hände rieben, kommt die Tragweite der Entscheidung langsam zutage. Die dilettantische Regierung der USA tritt mit sagenhafter Präzision in jedes Fettnäpfchen und feiert ihre eigene Inkompetenz.

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  • Europas stille Macht: Wie ASML, Mercosur und die EU die USA technologisch und wirtschaftlich ausmanövrieren

    Es war mal wieder eine Woche zum Haare-raufen. Donald Trump hielt eine 108-minütige Rede zur Lage der Nation, um sich selbst zu feiern, erwähnte die Epstein-Files mit keinem Wort und griff stattdessen den Iran an, um von den aktuellen politischen Problemen abzulenken. Dem Regime von Ali Khamenei werde ich kaum eine Träne nachweinen, auch wenn Trump mit seiner Iran-Politik wieder nur ein Problem „löst“, das er durch den Austritt aus dem Atomabkommen mit dem Iran selbst geschaffen hat.

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  • Der „Made in Europe“-Plan

    Ein großer Wandel in der EU: Der „Made in Europe“-Plan und seine Kontroversen

    In Brüssel deutet sich ein wirtschaftspolitischer Kurswechsel an. Lange galt die Europäische Union als Verfechterin des Freihandels und offener Märkte. Doch angesichts geopolitischer Spannungen, wachsender Industriepolitik in den USA und China sowie der Energiekrise nach dem Ukrainekrieg rückt ein neues Leitmotiv in den Mittelpunkt: strategische Autonomie.

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Die Wahrheit stirbt bei einem bewaffneten Konflikt als Erstes. Diese Weisheit besteht vermutlich, seit es die ersten Kriege gibt. In Zeiten des Internets lassen sich Fakten von manipulierten Zahlen nur schwer trennen, und die Blasen der Algorithmen, die uns Nutzer mit den Daten versorgen, die wir hören wollen, verstärken dies noch. Ich selbst bin öfter Opfer dieser Informationsblasen geworden.

Selten allerdings war die Sachlage so klar wie in diesem völkerrechtswidrigen Krieg. Denn anstatt die Ukraine in drei Tagen in die Knie zu zwingen, zieht sich der sinnlose Terrorangriff der Russen seit über drei Jahren hin, während die Erfolge des unschlagbaren russischen Bären mehr als überschaubar sind.

Russland hat bislang Kontrolle über ca. 112.300–112.400 km² erlangt, was 18,6 % der Ukraine entspricht, wobei im Februar etwa 258 km² und im März 2025 507 km² eingenommen wurden. Das entspricht einem monatlichen Zuwachs von rund 350 km². Bei einer Gesamtfläche von ca. 491.200 km² der Ukraine und einem Zuwachs von 350 km² pro Monat würde die Eroberung des Landes noch weitere 117 Jahre in Anspruch nehmen. Bei einer durchschnittlichen Verlustrate von 1300 Soldaten täglich würde die Eroberung des gesamten Landes über 55 Millionen Menschen das Leben kosten, allein auf russischer Seite. Ich nenne diese Zahl nur, um die Sinnlosigkeit dieses Konflikts zu verdeutlichen. Ein russischer Soldat hat für den Friedensfürsten Putin demnach einen Wert von 5 km². Während der Kriegsverbrecher in weiche Kissen furzt, lässt er seine eigenen Leute an der Front verrecken in einem Konflikt, der mehr als fragwürdig ist.

Und die Perspektiven für die Zukunft von Vladimirs Eroberungsplänen bleiben eher düster. Falls Russland in naher Zukunft signifikante Fortschritte in seinem Krieg erzielen wollte, müsste es täglich geschätzte 5600 Soldaten der eigenen Armee in den Fleischwolf werfen. Eine völlig unrealistische Ausgangssituation.

Trotz der geschönten Zahlen der russischen Regierung, was die Wirtschaftskraft der Russen anbelangt, muss man kein Experte sein, um diese als Lügen zu entlarven. Der zahlungsfreudigste Kunde Russlands war Europa. Auch wenn der Zapfhahn noch lange weiterfloss und Länder wie Österreich noch bis Anfang dieses Jahres an Verträge gebunden waren, dürften diese Einnahmequellen zunehmend versiegen. Die Loyalität von Putins bestem Buddy Xi endet vermutlich an dem Punkt, an dem chinesische Interessen betroffen sein werden. Kaum anzunehmen, dass in Fernost Preise für Öl und Gas gezahlt werden, die den Verlust der westlichen Geschäftspartner kompensieren werden. Das Prinzip von Angebot und Nachfrage wird hier zur Geltung kommen. Abgesehen von der fehlenden Infrastruktur, die es ermöglichen würde, diese Lücken schnell zu schließen.

Dann kommt noch das Problem mit der Kriegswirtschaft. Ein Land, das nur noch produziert, um die Güter an einer Front zu verheizen, erwirtschaftet keinen Gegenwert, um wichtige Rohstoffe und Technologien zu beschaffen. Auch die Tatsache, dass in Russland quasi Vollbeschäftigung herrscht (2,4–2,6 % Arbeitslosenquote), ist ein Anzeichen für eine überhitzte Wirtschaft. Als gesund gelten 3–5 %, weil in diesem Spektrum die Gehälter nicht explodieren und die Kosten für die Gesellschaft tragbar sind. Die Menschen, die jetzt nicht in Lohn und Brot stehen, sind vermutlich kaum vermittelbar. Russland kann sich den weiteren Verlust von Arbeitskräften für eine Front eigentlich nicht leisten. Kaum anzunehmen, dass Russland in den nächsten Jahren eine ernsthafte Bedrohung für das Gebiet der NATO werden dürfte, und selbst in Zeiten, als der russische Bär noch gefürchtet war, mied er den Konflikt mit dem Staatenbündnis. Opfer wurde, wer allein und klein war.

Gleichzeitig performen Russlands Verbündete schwach. Kims Vorzeigeschiff kentert beim Versuch, das Prestigeprojekt zu Wasser zu lassen. Im Weißen Haus hat sich Stephen Miller angeblich mit Elon Musk geprügelt, weil dieser ihm seine Freundin ausgespannt hat. Trump schickt währenddessen seine Kavallerie in einige Bundesstaaten, um diese zu befreien und vermutlich von den Epstein-Files abzulenken. Gleichzeitig gelingt Israel ein Enthauptungsschlag gegen den Iran. Die Lieferung von Drohnen dürfte somit auch versiegen. Wer könnte im Augenblick noch Putin zur Hilfe eilen?

 

Russland ist das flächengrößte Land der Erde mit riesigen Rohstoffvorkommen. Wäre Putin wirklich ein großer Stratege, hätte er die erwirtschafteten Gewinne in die Infrastruktur gesteckt: Straßen, Schienen, Krankenhäuser, Schulen und Universitäten. Tatsächlich könnte Russland heute eine blühende Nation sein mit einer großartigen Zukunft und tatsächlich eine Bedrohung für uns. Stattdessen hat Putin in all seiner „Weisheit“ das Geld großzügig an seine Freunde verteilt und sein Volk mit homoerotischen Bildern von sich beglückt.

Danke, lieber Putin, dass du so ein Trottel bist und dass du als einer der größten Versager und Loser in die Geschichte eingehen wirst. Den Titel hast du dir redlich verdient.

Quellen:

https://kyivindependent.com/how-ukraine-has-pushed-back-and-held-the-line-against-russia-for-3-years/
https://www.pravda.com.ua/eng/news/2025/01/1/7491569/
https://odessa-journal.com/alexander-kovalenko-russian-losses-surge-as-155-km-of-ukrainian-territory-seized-in-february-2025
https://english.nv.ua/russian-war/russia-faces-deepening-military-and-economic-crisis-amid-heavy-war-losses-isw-reports-50491546.html
https://www.russiamatters.org/news/russia-ukraine-war-report-card/russia-ukraine-war-report-card-march-19-2025arch-5-2025
https://www.russiamatters.org/news/russia-ukraine-war-report-card/russia-ukraine-war-report-card-jan-29-2025
https://www.aljazeera.com/news/2025/1/3/highest-price-for-war-russia-lost-430000-soldiers-in-2024-says-ukraine
https://english.nv.ua/nation/russia-lost-approximately-125-800-troops-during-offensives-from-sept-to-nov-seizing-2-356-sq-km-50472156.html