• Im Jahr des Pinguin

    Warum viele Institutionen Linux als Alternative zu Windows prüfen

    Stell dir vor, du wachst eines Morgens auf und erfährst, dass immer mehr Behörden, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen weltweit die Nutzung von Microsoft Windows endlich kritisch hinterfragen. Nicht aus Ideologie, sondern wegen wachsender Bedenken zu Datenschutz, Compliance und digitaler Abhängigkeit.

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  • Jetzt mal im Ernst, Donald: Gehst du dir nicht langsam selber auf den Keks?

    Ich hoffe, zukünftige Generationen werden gnädig mit uns sein, wenn es um die Bewertung unserer Gegenwart geht. Wir leben in einer Zeit von Umbrüchen, technischen Inovationen und unendlichen Chancen. Was machen wir daraus? Wir geben das Zepter einigen bekloppten alten Männern in die Hand, die glauben, Geschichte schreiben zu müssen. Zur Not, indem man sie umschreibt.

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  • ICE-Alarm - Warum wir die Fußball-WM in den USA meiden sollten

    Es fällt zunehmend schwer, die täglichen Entwicklungen in den USA zu kommentieren. Kaum hat man sich in ein Thema vertieft, öffnet die politische Führung bereits das nächste Fass. Drohungen gegen Venezuela, territoriale Begehrlichkeiten gegenüber Grönland, Kanada, Mexiko oder jüngst sogar Island – all das wirkt wie ein Ablenkungsmanöver von den Epstein-Akten und der desaströsen wirtschaftlichen Lage.

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Ein großer Wandel in der EU: Der „Made in Europe“-Plan und seine Kontroversen

In Brüssel deutet sich ein wirtschaftspolitischer Kurswechsel an. Lange galt die Europäische Union als Verfechterin des Freihandels und offener Märkte. Doch angesichts geopolitischer Spannungen, wachsender Industriepolitik in den USA und China sowie der Energiekrise nach dem Ukrainekrieg rückt ein neues Leitmotiv in den Mittelpunkt: strategische Autonomie.

Unter Schlagworten wie „Made in Europe“ oder „European Preference“ diskutieren Politikerinnen und Politiker eine stärkere Bevorzugung europäischer Unternehmen – insbesondere bei öffentlichen Aufträgen und in strategischen Industrien.

Frankreich als treibende Kraft

Die Idee ist nicht neu. Bereits 2012 forderte der damalige französische Präsident Nicolas Sarkozy ein „Buy European“-Gesetz nach dem Vorbild des US-amerikanischen Buy American Act. 2017 griff Präsident Emmanuel Macron in seiner Sorbonne-Rede das Konzept der „europäischen Souveränität“ auf. Europa müsse unabhängiger werden – in Verteidigung, Energie, Technologie und Industrie.

Macrons Argument: Wenn öffentliche Investitionen gezielt europäische Anbieter stärken, könne der Kontinent seine industrielle Basis sichern und strategische Abhängigkeiten reduzieren.

Deutschland zeigte sich lange skeptisch. Als exportstarke Volkswirtschaft profitierte die Bundesrepublik besonders vom offenen Welthandel. Eine protektionistische Wende galt vielen als Risiko für globale Lieferketten und internationale Partnerschaften.

Warum die Debatte jetzt Fahrt aufnimmt

1. Europas schwindender Industrieanteil

Der Anteil Europas an der weltweiten industriellen Wertschöpfung ist seit Beginn der 2000er-Jahre deutlich gesunken. Während die EU einst rund ein Viertel der globalen Industrieproduktion stellte, liegt ihr Anteil heute nur noch bei etwa 15–16 Prozent. Gleichzeitig verfolgt China mit „Made in China 2025“ eine aggressive staatliche Industriepolitik.

2. Die Energiekrise nach dem Ukrainekrieg

Vor dem russischen Angriff auf die Ukraine bezog die EU rund 40 Prozent ihres Erdgases aus Russland. Besonders energieintensive Branchen wie Chemie, Stahl oder Glas gerieten nach dem Wegfall günstiger Gasimporte unter Druck. Die Abhängigkeit wurde zur wirtschaftspolitischen Schwachstelle.

3. Die neue Industriepolitik der USA

Mit dem Inflation Reduction Act haben die Vereinigten Staaten massive Subventionen für grüne Technologien beschlossen. Europäische Unternehmen fürchten Wettbewerbsnachteile, da viele Förderprogramme an Produktionsstandorte in den USA geknüpft sind.

4. Sicherheitspolitische Unsicherheiten

Parallel wächst in Europa die Sorge, sich langfristig nicht mehr uneingeschränkt auf die USA als Sicherheitsgarant verlassen zu können. Der Ausbau der eigenen Verteidigungsindustrie gewinnt dadurch zusätzlich an Bedeutung.

Was der „Made in Europe“-Ansatz konkret vorsieht

Die Vorschläge zielen auf drei zentrale Maßnahmen:

  • Bevorzugung europäischer Anbieter bei öffentlichen Ausschreibungen
  • Gezielte Subventionen für Schlüsseltechnologien (Batterien, Halbleiter, erneuerbare Energien)
  • Lokale Wertschöpfungsanforderungen bei staatlich geförderten Projekten

Mit Gesetzen wie dem Net-Zero Industry Act und dem Critical Raw Materials Act hat die EU bereits erste industriepolitische Weichen gestellt. Langfristig soll der Industrieanteil an der europäischen Wirtschaftsleistung wieder auf rund 20 Prozent steigen.

Kritik aus exportorientierten Mitgliedstaaten

Doch nicht alle EU-Länder begrüßen diesen Kurs. Vor allem exportorientierte Staaten warnen vor steigenden Kosten, möglichen Handelskonflikten und einer Schwächung des Binnenmarkts. Ökonomische Analysen der OECD zeigen, dass lokale Inhaltsvorgaben häufig zu Effizienzverlusten und höheren Verbraucherpreisen führen können.

Kritiker plädieren stattdessen für interne Reformen: weniger Bürokratie, stärkere Kapitalmarktintegration und gezielte Innovationsförderung statt breit angelegter Protektionismusmaßnahmen.

Eine strategische Weichenstellung

Europa steht vor einer Grundsatzentscheidung. Soll es weiter auf globale Integration setzen – oder stärker auf industrielle Eigenständigkeit? Die Antwort wird die wirtschaftliche Zukunft des Kontinents maßgeblich prägen.


Quellen

  1. Eurostat: EU trade in goods and services statistics
  2. World Bank: Manufacturing, value added (% of GDP) 
  3. UNIDO: Industrial Development Report 
  4. European Commission: REPowerEU Plan (2022) 
  5. European Commission: Net-Zero Industry Act (2024) 
  6. European Commission: Critical Raw Materials Act (2024)
  7. U.S. Government: Inflation Reduction Act (2022) 
  8. OECD: Local content requirements and trade policy analyses
  9. Emmanuel Macron: Sorbonne speech on European sovereignty (2017) 
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Bücher

  • Das Türkenhaus

    Deutschland im Herbst 1988. Der siebzehnjährige Christian leidet unter hypnopompen Halluzinationen. Seit dem Tod seiner ersten großen Liebe weicht ihm seine Fantasiefreundin Anna aus Kindheitstagen nicht mehr von der Seite. Sein behandelnder Psychologe erwägt, Christian aufgrund selbstverletzendem Verhaltens in eine psychiatrische Klinik zu überstellen.

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  • Lord ohne Filter

    Bei einem Spaziergang mit seinem Hund lernt der dreizehnjährige Oliver die gleichaltrige Ines kennen. Oliver bietet Ines eine Zigarette an, die er seiner Mutter zuvor stibitzte. Da er den leichten Zigaretten die Filter abbricht, wird das Rauchen von Lord ohne Filter zu Ines und Olivers Spezifikum. Doch es gelingt Ines und Oliver in den folgenden Jahren nicht, ein Paar zu werden.

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  • Die Lopare

    Über 250 Jahre ist es her, dass die Raumschiffe der Internationalen Raumflotte der Erde nach dem großen Krieg den Schritt wagten und in die Weiten des Weltalls aufbrachen, da sie im Sonnensystem keine Perspektive für sich sahen. Nachdem die Erde und ihre Kolonien im Sonnensystem sich von den Folgen des Konfliktes erhohlten und über überschüssige Ressourcen verfügen, bricht eine wissenschaftliche Flotte auf, um die nahen Sternensysteme zu erkunden.

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