
Das Jahr 2025 neigt sich dem Ende zu – ein Jahr, das uns alle vor Herausforderungen stellte. Donald Trump trat seine zweite Amtszeit als US-Präsident an, Friedrich Merz wurde Bundeskanzler, die AfD wurde zeitweise als gesichert rechtsextrem eingestuft. Verheerende Waldbrände in Kalifornien, großflächige Blackouts auf der Iberischen Halbinsel und der Tod des Papstes prägten die Schlagzeilen.
Bilder eines Tech-Milliardärs, der mit einer Kettensäge und einem Arm zum römischen Gruß posierte, erschütterten die vernunftorientierte Mehrheit. Die anhaltenden schrecklichen Bilder aus der Ukraine brachten viele an den Rand der Verzweiflung – verstärkt durch die demütigende Rede von J.D. Vance in München und die Bloßstellung des ukrainischen Präsidenten im Oval Office.
2025 war ein Jahr, das unsere Gemüter auf die Probe stellte. Doch es war auch das Jahr, das wir überstehen mussten, bevor es wieder bergauf gehen kann.
Warum wählten die USA den „orangfarbenen Orang-Utan“ erneut ins Weiße Haus?
Viele Wähler scheinen eher ihrer Partei treu geblieben zu sein, als den Kandidaten selbst zu unterstützen. Die wirren Reden des Präsidenten wurden ignoriert oder nicht ernst genommen. Ärzte äußern Bedenken, dass Trump im Amt an Demenz erkranken könnte – doch würden wir den Unterschied überhaupt bemerken?
Trump ist jedoch nicht das Hauptproblem, sondern ein Symptom der Spaltungspolitik, die Wladimir Putin seit Beginn seiner Amtszeit verfolgt. Während Putin anfangs versuchte, Europa von den USA zu trennen (wie in seiner Rede im Deutschen Bundestag), sucht er nun den Schulterschluss mit den USA. Dank Trump ist dieses Vorhaben nicht aussichtslos – doch mit Trump sitzt ein unfähiger Faschist an der Macht, der Putin keine dauerhafte Unterstützung bieten kann. Zudem bröckelt dessen Machtbasis zu stark.
Nicht alle Probleme lassen sich auf Trump und Putin schieben.
Viele unserer heutigen Schwierigkeiten – wie soziale Instabilität – gehen auf den Thatcherismus und Reagans Wirtschaftspolitik zurück, die dieser am Lebensende selbst bereute. Doch das gefährlichste „Krebsgeschwür“ der Welt bleibt Putin und sein „Ruszismus“.
Russland hat aktiv in Präsidentschaftswahlen eingegriffen, durch Manipulation und Falschinformationen demokratische Prozesse untergraben und Parteien unterstützt, die die innere Stabilität mehrerer Länder gefährden. Wahlwiederholungen in Rumänien, Destabilisierung Moldaus, Einmischung in die Wahlen Georgiens – all das geht auf Putins Konto. Nicht zu vergessen: Die AfD, Le Pen und andere rechtsextreme Bewegungen wurden vom Kreml unterstützt. Selbst Trumps erste und zweite Wahl verdankt er der Unterstützung des „russischen Bären“.
Doch Putins Stern sinkt.
Laut Schätzungen des britischen Geheimdienstes hat Russland an der ukrainischen Front 1,1 Millionen Soldaten verloren – mehr, als ihm 2022 zur Verfügung standen. Was jetzt an die Front geschickt wird, sind unausgebildete Rekruten, die aus Wirtschaft und Verwaltung abgezogen wurden. Arbeitskräfte, die das Land am Laufen halten könnten, fehlen bereits jetzt: 2,2 Millionen. Die Infrastruktur bricht zusammen, Strom- und Wasserversorgung sind vielerorts unterbrochen, und das Internet wurde in wichtigen Regionen abgeschaltet. Der Krieg ist in Russland angekommen – ein harter Winter könnte das Ende des Imperiums bedeuten.
Selbst wenn Russland und Putin das Frühjahr erleben sollten: Mit den von Europa geliehenen 700 Milliarden Euro kann sich die Ukraine noch zwei weitere Jahre wehren. So viel Zeit bleibt Putin nicht. Ein Land, dessen letzter Verbündeter Nordkorea ist, hat sich längst selbst ins Abseits manövriert.
Viktor Orbán, der Feind in den eigenen Reihen, ist isoliert.
Menschen gehen gegen ihn auf die Straße. Putins Abgang würde zweifellos zu einem Regimewechsel in Budapest führen. Trump hingegen wird seine Freundschaft zu Jeffrey Epstein zum Verhängnis: Seine fehlgeleitete Politik trifft seine Anhänger am härtesten. Indiana und Florida, einst Hochburgen der Republikaner, drohen an die Demokraten zu fallen. Spätestens bei den Midterms – vielleicht sogar früher – wird Trump zur „Lame Duck“ und an Bedeutung verlieren.
Das Ende von Trump und Putin würde auch das Ende der AfD und anderer spalterischer Bewegungen einläuten. Wer wählt schon eine Partei, die jahrelang auf Verlierer gesetzt hat?
2026 wird nicht weniger anstrengend als 2025 – doch das Pendel schwingt zurück.
Also: Tief durchatmen und Anlauf nehmen. 2026 wird das Jahr, in dem alles besser wird – nachdem wir 2025 überlebt haben.
In diesem Sinne: Ich wünsche allen einen guten Rutsch und einen optimistischen Start ins kommende Jahr – ein Jahr, das in die Geschichtsbücher eingehen wird.


